Hl. Birma - THE COSY ONE & THE COSY BEAUTY

Ich möchte hier näher auf die wichtigsten Infektionserkrankungen eingehen:

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FIP Feline infektiöse Peritonitis: in meinen Augen die schlimmste Geisel der Katzen

entsteht aus der Mutation des zunächst harmlosen FCoV Coronarvirus; schätzungsweise sind viele freilaufende Katzen sowie bis zu

95 % der Tiere in Katzenzuchten und Tierheimen von diesem harmlosen Virus befallen, bei 2 - 10% der Katzen mutiert der harmlose FCoV in der Katze und führt zur tödlich verlaufenden FIP-Erkrankung

eine Therapie ist nicht möglich

eine Behandlung mit Infusionen, Interferon oder Ähnlichem nützt nur dem Geldbeutel des Tierarztes und verlängert das Leiden unserer Lieblinge

mögliche Gründe für eine Mutation

eine genetische Disposition wird in den meisten Erfahrungsberichten als wahrscheinlich erachtet, meiner Ansicht nach, funktioniert das, laienhaft ausgedrückt so ähnlich wie der autosomale rezessive Erbgang! Ebenfalls laienhaft ausgedrückt würde ich sagen, FIP ist ähnlich wie Krebs, es hat viele verschiede Gesichter und auch bei Menschen wird die Anlage, bestimmte Krebsarten zu entwickeln, vererbt und auch beim Krebs beim Menschen kommen noch andere Faktoren hinzu, die letztendlich eine Erkrankung auslösen.

Eine Imbalance des Immunsystems

Die Theorie mit dem Stress ist meiner Ansicht nach nur bedingt haltbar, oder wieso machen Ausstellungen, Rolligkeit, Geburt und veränderte Lebensbedingungen den Katzen nichts aus, während die Wurfgeschwister dieser Katzen in einem Liebhaberhaushalt zu zweit auf dem Sofa sitzen und an FIP erkranken und sterben.

Ein hoher Virusload, das heißt viele Katzen in einer Gruppe und ständige Virusausscheider kann zu mehr FIP-Erkankungen führen, leider ist es so gut wie nicht möglich eine Zucht Coronaviren frei zu bekommen und Coronavirenfrei zu halten!!

Jungtiere im Alter von bis zu 2 Jahren und sehr alte Katzen sind besonders gefährdet, da zu diesem Zeitpunkt das Immunsystem noch nicht oder nicht mehr voll ausgebildet ist.

Anzeichen der Krankheit

Neuerdings wird nicht mehr zwischen der trockenen und der feuchten Form unterschieden!

Häufige Symptome sind:

Freßunlust, Apathie und Abmagerung

Antibiotikaresistendes Fieber mit Bauchweh

Augenveränderungen, Blutarmut, Gelbsucht und neurologische Symptome (Verhaltensveränderungen).

Es kommt zu knötchenartigen Veränderungen in den inneren Organen.

Später kommt dann der Peritonalerguß-oder Pleuralerguß dazu; d.h. es sammelt sich Flüssigkeit im Bauchraum oder Lunge/Herz an.

FIP hat sehr viele Gesichter und ist nur am toten Tier eindeutig festzustellen

Diagnose

Der Coronavirustiter sagt zunächst nur: das die Katze mit dem harmlosen Felinen Coronavirus Kontakt hatte, er ist ohne klinische Symptome und verdächtige Laborwerte nicht aussagekräftig!!!

Treten Krankheitssymtome auf, sollte man auf jeden Fall ein grosses Blutbild mit Eiweißelektrophorese machen lassen.

Laut Proffessor Dr. Hartmann ist das Punktieren der freien Flüssigkeit im Bauchraum das erste Mittel des Tierarztes, die gewonne Flüssigkeit wird Mittels der Rivaltaprobe untersucht, dadurch kann eine FIP-Erkrankung  ziemlich sicher diagnostiziert werden.

Neues zum Thema FIP

Wissenschaftler haben spezifische Veränderungen gefunden, die dazu führen, dass das Corona-Virus zum tödlichen FIP-Erreger wird. Diese Veränderung führt dazu, dass der Erreger nicht wie die harmlosere Form nur Epithelzellen befällt und dort vermehrt wird, sondern in spezielle Immunzellen (Makrophagen) eindringt, dort vervielfältigt und im ganzen Körper verbreitet wird.

Für diese Veränderungen bietet Laboklin nun einen Test an.

Mit diesem Test kann mit hoher Sicherheit festgestellt werden, ob eine Katze an FIP erkrankt ist. Ist der Test positiv auf FIP, so besteht kein Zweifel an einer Erkrankung. Ist er negativ, so kann es sich in 2% der Fälle trotzdem um FIP handeln, mit 98%iger Sicherheit liegt den Symptomen jedoch eine andere Krankheit zugrunde. Aktualiserung (19.12.2013): Laboklin konnte die Ergebnisse aus der oben genannten Studie bestätigen. Bei der Untersuchung werden mit Hilfe von PCR 4 Arten von mutierten Viren im Punktat oder Blut nachgewiesen.

Das bedeutet, dass ein positiver Nachweis mutierter Viren eine FIP-Erkrankung eindeutig bestätigt, was mit den bisherigen Methoden nur am toten Tier möglich war. Ist der Test dagegen im Verdachtsfall (Anamnese, Klinik und sonstige Laborbefunde) trotz Virusnachweis negativ auf die bekannten Mutationen (war bei der Studie bei rund 10% der untersuchten Proben der Fall), so kann es sich bei der Erkrankung trotzdem um FIP handeln. Vermutlich wird sie durch eine noch nicht bekannte Mutation der Coronaviren verursacht

Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema FIP habe ich auf folgendenn Websiten gefunden.

http://www.russischblau-katzen.de/fip.html

http://www.shootingstars-cattery.ch/FIP1.htm

http://www.catgirly.de/Krankheiten/fip.htm

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Katzenseuche

Eine gefährliche Krankheit, von der unsere „Samtpfoten“ getroffen werden können, ist die „Panleukopenie“, die auch als Katzenseuche bekannt ist. Übertragen wird diese, oft tödlich verlaufende Erkrankung, durch den Parvovirus, der sich über Kot und Urin, sowie durch das Nasensekret des Tieres, immer weiter ausbreiten kann. Die Inkubationszeit ( Zeit zwischen der Infektion und dem ersten Krankheitssymptom) liegt zwischen 2 und 10 Tagen.


Krankheitsbeschreibung

Der gefährliche und äußerst widerstandsfähige Virus befällt hauptsächlich die Darmzellen, das Knochenmark und das Lymphsystem, verursacht eine Abnahme der weißen Blutkörperchen und schwächt so das Immunsystem. Das Tier erbricht und wird von schweren Durchfällen geplagt, die schleimig und blutig sein können. Die Körpertemperatur steigt zunächst bis ca. 40°C an, normalisiert sich einige Tage später wieder, um dann noch einmal extrem zu steigen. Wird das Tier nicht rechtzeitig vom Tierarzt behandelt, überlebt es diese Viruserkrankung nicht. Bei der Panleukopenie ist der so genannte „perakute Verlauf“ besonders gefürchtet. Die Katze erscheint völlig normal und ausgeglichen, und doch kann bei dieser Erkrankung, innerhalb weniger Stunden, der Tod des Tieres, durch Schock, eintreten.

Nur eine Impfung der Katze kann einen verlässlichen Schutz vor der Katzenseuche bieten.


Erkennen der Krankheit, Diagnose und Merkmale: Wichtig ist, sein Tier immer wieder genau zu beobachten, denn dann besteht eine gute Chance, die ersten Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Befallen werden können Tiere in jedem Alter, doch bei Tieren unter 2 Jahren wurde die Katzenseuche am häufigsten diagnostiziert. Es ist sogar eine Infektion des ungeborenen Tieres im Mutterleib möglich.
Sind Tiere befallen, wirken sie lustlos, matt und teilnahmslos. Sie verweigern das Futter und erbrechen immer wieder. Es stellen sich Durchfälle ein, wodurch eine Austrocknung der Katze erfolgen kann, und es kommt zu Fieberschüben, bis schließlich der Tod eintritt. Nur eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt kann das Tier retten. Bei der Diagnose wird das Alter des Tieres, das ev. Fehlen der Impfung und die beobachteten Symptome berücksichtigt. Der Tierarzt kann, mit Hilfe eines Tests, am frischen Tierkot die Erkrankung nachweisen oder über eine Blutuntersuchung den Leukozytenabbau im Blut feststellen. Gezielte Untersuchungen des Dünndarms, der Lunge, Niere und Milz können ebenfalls über die Erkrankung aufklären.
Behandlung: Wenn eine Katze erkrankt ist wird als erstes versucht, das Tier zu stabilisieren und seine Kräfte durch eine Dauertropfinfusion wieder aufzubauen. Die Infusion ist mit einer Salzlösung und auch mit Traubenzucker angereichert. Starke Durchfälle können zu einem hohen Eiweißverlust führen. In diesem Fall wird häufig eine Blutübertragung vorgenommen. Welche Maßnahme ergriffen werden müssen, entscheidet der Tierarzt. Um das Abwehrsystem zu stärken und die Bildung krankmachender Bakterien zu unterbinden, werden Antibiotika eingesetzt.
Ist die Katze an einer Panleukopenie erkrankt, sind die Heilungssaussichten abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und einer effektiven Behandlung. Für die Gesundung einer Katze ist aber auch der Zeitpunkt der Behandlung äußerst wichtig. Je früher die Katzenseuche bekämpft werden kann, umso besser sind die Aussichten auf Heilung. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Katzen, die diese gefährliche Krankheit überlebt haben, nicht wieder an der Infektion erkrankten.


Damit Tiere von dieser lebensbedrohlichen Erkrankung verschont bleiben, sollten Katzenbesitzer ihre Tiere richtig impfen.

In den letzten Jahren gab es in durchgeimpften Zuchten immer wieder tödliche Fälle von Katzenseuche, das Paul-Ehrlich-Institut wurde eingeschaltet:

es ist wohl so, das das herkömmliche Impfschema mit der Erstimpfung mit 8 Wochen und der Zweitimpfung mit 12 Wochen KEINEN ausreichenden Impfschutz darstellt  

der Grund hierfür sind die maternallen Antikörper, die die Kitten mit der Muttermilch aufnehmen und die Impfung mit 8 Wochen wirkungslos verpuffen lassen. Deshalb empfehle ich die Impfung mit 11 und 15 Wochen oder Mit 8./12./16. Wochen

hier interessante Links:

Feldstudie zur Wirksamkeit der Panleukopenie-Impfung 

Chronologie unseres Katzenseuche-Falls 2009/2010 - Earl Greys

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Katzenschnupfen

Unter Schnupfen im herkömmlichen Sinn versteht man eine Entzündung der Schleimhäute der oberen Luftwege mit tränenden Augen und verstopfter Nase. Beim Menschen ist diese jahreszeitlich typische Erkrankungsart zwar lästig, aber nicht gefährlich. Auch bei der Katze gibt es diesen “normalen” Schnupfen und er ist ungefährlich.

Ganz anders hingegen der Katzenschnupfen. Hierbei handelt es sich um eine lebensgefährliche Erkrankung, die nicht verharmlost werden darf.

Ursache für die Erkrankung können zum einen Viren sein, wie auch Zwischenformen und Bakterien, die als Zweiterreger maßgeblich an Katzenschnupfen beteiligt sind. Aufgrund der vielen Erreger, die beteiligt sein können, spricht man beim Katzenschnupfen auch von einer Komplexerkrankung. Allein in der Gruppe der Caliciviren gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Virustypen und -ausprägungen, deren Zusammensetzung sich stetig verändert.

Bei den Viren handelt es sich meist um Reo- (Rhino)-, Calici- oder Herpesviren, wobei die beiden letzteren die häufigsten Erreger des Katzenschnupfens sind und auch die schwerwiegenderen Erkrankungen hervorrufen.

Herpesviren sind nicht sehr widerstandsfähig und gehen außerhalb des Körpers nach etwa 12 Stunden zugrunde. Allerdings werden sie im Verlaufe einer Erkrankung durch Nasen-, Augen- und Mundsekret über mehrere Wochen hinweg ausgeschieden (schubweise). Die erneute Erkrankung durch einen Herpesvirus kann schon nach ca. 6 Monaten auftreten. Caliciviren können bis zu 10 Tage überleben. Eine erneute Ansteckung dauert jedoch etwa 1 Jahr. Caliciviren werden über einen längeren Zeitraum hinweg noch ausgeschieden, auch wenn die Erkrankung selbst nur wenige Tage beträgt.

Ferner können auch Zwischenformen zwischen Bakterien und Viren die Ursache für eine Erkrankung sein, wie beispielsweise Mycoplasmen und Chlamydien (nicht so häufig, aber möglich).

Neben diesen zwei Erregerarten gibt es auch noch sog. “Zweiterreger” (Bakterien), die den Krankheitsverlauf noch komplizierter machen und auch begünstigen können. Dazu zählen meist Eiterbakterien wie z.B. Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken.

Abwehrschwächende Faktoren wie beispielsweise Wurmbefall, Ernährungsfehler, Erkältungen etc. können die Infektion begünstigen, ebenso Stress und andere psychische Belastungen.

Eine Infektion der oberen Atemwege mit den oben genannten Erregern kann eine bakterielle Sekundärinfektion nach sich ziehen, die zu einer Atemwegserkrankung mit milden bis schweren Krankheitssymptomen oder sogar zum Tod führen kann. Daher sind für Welpen als Grundimmunisierung auf jeden Fall zwei Impfungen im Alter von ca. 8 und 12 Wochen angeraten. Der Impfschutz sollte bei Freigängern dann jedes Jahr aufgefrischt werden, bei Wohnungskatzen tendiert man inzwischen zu einer Auffrischung alle 3 Jahre.

Besonders gefährdet sind in erster Linie

* ungeimpfte Jungkatzen * Katzen mit Auslauf * Katzen in Tierheimen, Tierpensionen oder Tierkliniken * Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie z.B. der Katzenleukose leiden.

Katzenschnupfen ist nicht auf Menschen übertragbar!

Außerhalb des Wirtes überleben die Viren maximal 24 Stunden und werden von den meisten gängigen Desinfektionsmitteln zuverlässig inaktiviert.

Ansteckung

Der virusbedingte Katzenschnupfen ist für andere Katzen hochansteckend. Die Erkrankung tritt unabhängig von der Jahreszeit auf und erkrankte Katzen sind nicht in jedem Fall direkt zu erkennen. Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nicht geimpfte Katzen an. Die Krankheitserreger werden je nach Viren- oder Bakterienstamm durch Tröpfchen aus Nasensekret, Tränenflüssigkeit oder Speichel übertragen. Gesunde Katzen werden über den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier beim Beschnuppern und gegenseitigem Belecken oder durch beim Niesen versprühte Tröpfchen angesteckt. Auch gemeinsam benutzte Gegenstände wie Futterschüsseln, Spielzeug oder Transportkörbe, die mit dem Erreger in Berührung gekommen sind, können diesen weiter verbreiten. Letztendlich kann auch der Mensch den Erreger mit ins Haus bringen, indem er ihn an Schuhen oder Kleidung trägt (weswegen auch Wohnungskatzen gegen Katzenschnupfen geimpft werden sollten).

In einer Katzengemeinschaft können auf diese Weise in kürzester Zeit alle Tiere erkranken, wobei Chlamydien lediglich bei großen Beständen und Katzenzuchten eine gewisse Rolle spielen. Im Einzelkatzenhaushalt ist dieser Erreger eher von untergeordneter Bedeutung.

Symptome/Verlauf

Die Inkubationszeit des Katzenschnupfens ist abhängig vom Erreger, beträgt aber immer nur wenige Tage (z.B. Caliciviren: 1-3 Tage, Herpesviren: 2-10 Tage). Durchschnittlich kann man sagen, dass die Inkubationszeit knapp 2-7 Tage beträgt.

Eine Erkrankung an Katzenschnupfen und insbesondere an dem klassischen Herpesvirus beginnt mit tränenden Augen, klarem, wässerigem Nasenausfluss, Niesen, Fieber und Appetitmangel. Diese eigentlich harmlosen Anfangssymptome können sich schnell zum wirklichen “Katzenschnupfen” verschlimmern. Die Katzen werden träge und matt. Nase und Ohren fühlen sich durch das Fieber meist wärmer an als sonst, und die Tiere müssen häufig niesen. Sie haben außerdem keinen Appetit, da sie geschwächt sind und durch die Nasenentzündung den Geruch der Mahlzeit schlecht wahrnehmen können. Die Lymphknoten im Bereich des Kopfes und die Mandeln können anschwellen. Die Entzündung der Mundschleimhaut in Verbindung mit Schluckbeschwerden bewirkt manchmal, dass Speichel in großer Menge aus dem Maul läuft. Mit der Zeit kann der Augen- und Nasenausfluss durch die Beteiligung von Bakterien eitrig-trüb werden. Die Sekrete werden so zäh, dass die geschwächte Katze sie nicht mehr selbst durch Putzen beseitigen kann. Durch den Krankheitsstress können Haare vermehrt ausfallen und das dritte Augenlid (die sogenannte Nickhaut) das Auge teilweise abdecken.

Je nach Abwehrkraft der Katze, Umweltbedingungen und Art des Erregers können schwerwiegende Komplikationen wie Lungenentzündung (Herpesviren) oder schmerzhafte, blutige Geschwüre der Mundschleimhaut, der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen auftreten (Caliciviren). Auch die Hornhaut des Auges kann betroffen sein, insbesondere eine Chlamydien-Infektion ruft vor allem eine chronische Bindehautentzündung mit Augenausfluss hervor, der auch eitrig sein kann. Diese „Augenform“ tritt vor allem bei fünf bis zwölf Wochen alten Kätzchen auf.

Bei an Katzenschnupfen erkrankten, tragenden Katzenmüttern kommt es meist zu Totgeburten oder Missbildungen der Kitten.

Alle Formen des Katzenschnupfens führen ohne Behandlung oft zum Tod.

Auf Grund von allgemeinem Unwohlsein und Schmerzen sind die betroffenen Katzen motivationslos und matt. Sie verweigern jede Nahrungsaufnahme, weil der für Katzen wichtige Geruchssinn stark eingeschränkt ist und das Zerkleinern und Schlucken der Nahrung sehr schmerzhaft ist (Gefahr der Austrocknung mit der Folge eines Kreislaufversagens!). Es entsteht ein Teufelskreis, der zu einer rasch fortschreitenden Schwächung der Katze und schließlich zum Tod führen kann. Daher muss die Katze zwangsernährt werden, wenn sie nicht frisst und trinkt.

Diagnose

Nicht jedes Niesen oder Husten bedeutet direkt eine Erkrankung. Auch eine Bindehautentzündung muss nicht unbedingt mit Katzenschnupfen zu tun haben. Dennoch sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Katze häufiger niest oder hustet oder sich die Augen röten etc., um die Ursache festzustellen, selbst dann, wenn man der Meinung ist, es handele sich evtl. um eine Bagatelle. Die Diagnose stellt der Tierarzt. Er kann meist sofort erkennen, ob es sich wirklich um eine harmlose Kleinigkeit handelt oder um eine Erkrankung an Katzenschnupfen. Falls Lebensgefahr besteht, wird der Tierarzt das betroffene Tier ggfls. auch an eine Tierklinik weiterleiten.

Behandlung/Therapie

Trotz des dramatischen Erscheinungsbildes der Erkrankung ist die Sterblichkeit bei einer frühzeitigen und ausreichenden tierärztlichen Behandlung zumeist nur gering. Ein unzureichend behandelter Katzenschnupfen kann jedoch chronisch werden, was ständige Augenentzündungen, verstopfte Nase, Atembeschwerden, Stirnhöhlenentzündungen etc. zur Folge hat. Ist ein Katzenschnupfen erstmal chronisch, so ist er nur noch schwierig zu behandeln!

Rechtzeitiges Handeln ist also enorm wichtig, um den Katzenschnupfen frühzeitig in den Griff zu bekommen. Eine tierärztliche Untersuchung sollte daher bereits bei den ersten Krankheitsanzeichen stattfinden.

Die Therapie der Virusinfektionen erfolgt symptomatisch und zielt mit der Gabe von Antibiotika, abwehrstärkenden Medikamenten und ggfls. Augensalbe auf die Vermeidung bakterieller Sekundärinfektionen ab. Die Verabreichung von Immunglobulinen oder felinem Interferon soll das Virus selbst bekämpfen.

Frisst oder trinkt der Patient nicht, so sind möglicherweise zusätzlich Infusionen oder Zwangsernährung erforderlich.

Der Katzenhalter selbst kann aktive Mithilfe leisten, indem er besonders jetzt seinem kranken Tier viel Zuneigung und Pflege schenkt. Viel Zuwendung und die vertraute Umgebung kräftigen das körpereigene Immunsystem der Katze und begünstigen damit den Heilungsprozess um ein Vielfaches.

Eine an Katzenschnupfen erkrankte Katze benötigt viel Wärme, um gesund zu werden. Der Patienten sollte auf einer Heizdecke oder einer Wärmflasche liegen. Möglich ist als Unterstützung auch Rotlicht, allerdings nicht länger als 10 Minuten (zweimal täglich) und auch nur dann, wenn die Katze kein Fieber hat (bitte mit dem Tierarzt absprechen!). Kälte oder Windzug sollten unter allen Umständen vermieden werden.

Darüber hinaus liegt es am Besitzer, Verkrustungen an Augen und Nase regelmäßig zu säubern und dafür zu sorgen, dass die Nasenlöcher frei bleiben um die Atmung zu erleichtern. Hierfür reicht lauwarmes Wasser. Will man mit Inhalationen arbeiten, so sollte man das vorher mit dem Tierarzt absprechen. Er kann ein geeignetes Präparat verschreiben und die Anwendung individuell anpassen.

Um der Katze Futter zuzuführen eignen sich z.B. Babynahrung oder Hühnchenbrühe, die mit einer Plastikspritze direkt in das Maul verabreicht werden.

Vorbeugung/Impfung

Gegen die wichtigsten, den ansteckenden Schnupfen auslösenden Viren (Calici- und Herpesvirus) sowie gegen Chlamydien kann vorbeugend geimpft werden.

Die Impfung ist jedoch nicht gegen alle Erreger wirksam, so dass es unter Umständen trotz Impfung zu einer Erkrankung an Katzenschnupfen kommen kann. In diesem Fall führt die Impfung jedoch in der Regel zu einer milden Verlausform der Erkrankung.

Für die Grundimmunisierung gegen Herpes und Caliciviren sind zwei Injektionen erforderlich. Die erste Impfung erfolgt in der 8. Lebenswoche und wird nach etwa 3-4 Wochen wiederholt. Dann erst ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Bei älteren Katzen, die zuvor keine Impfung hatten oder bei denen die Impfung länger als ein Jahr zurückliegt, wird die Grundimmunisierung ebenfalls zweimal im Abstand von 3-4 Wochen durchgeführt.

Der Impfschutz sollte bei Freigängern dann jedes Jahr aufgefrischt werden, bei Wohnungskatzen tendiert man inzwischen zu einer Auffrischung alle 3 Jahre.

Bei dem Impfstoff handelt es sich in der Regel um ein Kombinationspräparat gegen den Calici- und Herpesvirus sowie den Parvovirus (Katzenseuche).

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Die Feline Immunschwäche Virusinfektion (FIV, Katzen-Aids)

Bei der Felinen Immunschwäche Virusinfektion (FIV, Katzen-Aids) wird das Immunsystem der Katze geschwächt. Es kann sich nicht mehr ausreichend gegen weitere Erreger wie Bakterien oder Pilze wehren. Ähnlich wie bei einer HIV-Infektion beim Menschen, können die Katzen mit FIV bereits mehrere Jahre mit dem Virus infiziert sein, ohne dass die Krankheit (Aids bzw. Katzen-Aids) ausbricht.

Ist das Endstadium der Felinen Immunschwäche Virusinfektion jedoch erst einmal erreicht, so sterben die Katzen in der Regel an der Erkrankung. Für den Menschen scheint FIV ungefährlich zu sein.

Ursachen

Die Feline Immunschwäche Virusinfektion (FIV, Katzen-Aids) wird durch das Immundefizienz-Virus ausgelöst. Dieses – dem menschlichen HI-Virus (HIV) sehr ähnliche Virus – führt zu einer Immunschwäche bei Katzen und in Folge zu relativ unspezifischen Symptomen.

Am häufigsten wird FIV durch Bisse übertragen, die sexuelle Ansteckung spielt bei Katzen eine eher untergeordnete Rolle. Unkastrierte und streunende Kater sind besonders gefährdet, sich mit Katzen-Aids anzustecken.

Symptome

Die Feline Immunschwäche Virusinfektion (FIV, Katzen-Aids) lässt sich in mehrere Stadien unterteilen. Etwa vier Wochen nach der Infektion sind leichte Symptome wie Fieber, Mattigkeit und Durchfall bei der Katze möglich. In der anschließenden Trägerphase ist die Katze zwar ansteckend, weist aber keine sichtbaren Symptome auf. Diese Phase kann bis zu mehreren Jahren andauern. Später leiden betroffene Katzen zum Beispiel an Entzündungen im Maul (z.B. Zahnfleisch-Entzündungen, Maulschleimhaut-Entzündungen), Fieber, Appetitverlust und/oder an Veränderungen der Lymphknoten. Häufig verlieren sie an Gewicht.

Im Endstadium der Felinen Immunschwäche Virusinfektion können sich außerdem Tumoren bei der Katze bilden oder begleitende Infektionen (z.B. Lungenentzündung (Pneumonie) bei der Katze) auftreten, die von dem geschwächten Immunsystem nicht mehr abgewehrt werden können. Auch neurologische Symptome wie Bewegungsstörungen sind möglich. Vielfach verschlechtert sich das Blutbild. Hat die finale Phase der FIV eingesetzt, sterben die Katzen in der Regel innerhalb eines Jahres.

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Leukose 

    Leukose ist eine Viruserkrankung die zu leukämieähnlichen Symptomen führt auch zu Tumoren und allgemeiner Immunschwäche, d.h. die Katzen können als Folge alle möglichen Krankheiten bekommen . Die Erkrankung endet zu ca. einem drittel tödlich, ein drittel heilt aus und ein weiteres drittel wird gesund, bleibt aber Virenausscheider, die sehr gefährlich für gesunde Tiere sind. Gegen Leukose gibt es eine wirksame Impfung, die man erstmals mit 10 Wochen geben kann. Die Auffrischung erfolgt mit 14 Wochen und dann jährlich.

Ich empfehle die Leukoseerstimpfung nach dem Zahnwechsel, also etwa ab dem 7. Lebensmonat.

Es gibt Berichte die die Leukoseimpfung in Zusammenhang mit Tumoren an der Impfstelle bringen, das Auftreten soll bei 1:3000 bis 1:10000 Impfungen liegen laut Auskunft der tiermedizinischen Hochschule München, man sollte die Impfstelle also beobachten, dann ist die Tumorform heilbar.

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 Tollwut

     Die Tollwut ist sicherlich jedem ein Begriff. Tollwut ist immer tödlich, außerdem darf man wegen der Gefährlichkeit für den Menschen Tollwut bei einem Tier nicht behandeln. Tollwut ist meldepflichtig.  Die  erste Tollwutimpfung erfolgt mit 12 Wochen, dann ist eine Auffrischung mit 16 Wochen notwendig um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten, diese muß dann erst nach 3 Jahren aufgefrischt werden!

 Wenn die Katzen immer im Haus bleiben, muss man nicht gegen Tollwut impfen, allerdings bei Freigängern oder Katzen mit Freigehege ist die Impfung Pflicht. Außerdem ist die Tollwutimpfung für den Besuch von Katzenausstellungen vorgeschrieben. Ohne gültigen Impfschutz wird man am Eingang abgewiesen. Das gilt auch für Katzenseuche- und Schnupfenimpfungen

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Toxoplasmose 

Toxoplasmose - wie gefährlich sind Katzen für den Menschen? Der Parasit Toxoplasma gondii wird in einem hohen Maße durch Katzen übertragen. Wissenschaftler in den USA haben z.B. herausgefunden, dass Schweinebestände in deren Ställen viele Katzen frei herumstreunen zu einem signifikant höheren Grad mit dem Toxoplasma-Parasiten infiziert sind, als ohne Katzenkontakt. Toxoplasma gondii ist weit verbreitet und kommt sehr stark in Mäusen, der Hauptbeute der freilaufenden Katzen, vor. Weiterhin befindet er sich natürlich im ländlichen Gebiet gehäuft in den Ausscheidungen der Tiere, sei es auf der Kuhwiese (hier fangen die Katzen ihre Mäuse ) oder im Stall. Die Katzen scheiden die Erreger auch wiederum mit ihrem Kot aus und der Mensch, der damit in Kontakt kommt, kann sich darüber auch infizieren. Durch das Lecken der Analgegend verteilt die Katze den Erreger auch im Fell, so dass man sich auch durch das Streicheln einer Katze infizieren kann. Nun ist eine Toxoplasmoseinfektion für den Menschen im allgemeinen harmlos, sie wird meist gar nicht bemerkt. Im Gegenteil, der größte Teil der Bevölkerung hatte bereits eine solche Infektion, da die Mehrzahl der Menschen Toxoplasmose -positiv sind, d.h. sie haben bereits Antikörper im Blut! Gefährlich ist lediglich eine Erstinfektion, d.h. von Toxoplasmose-negativ getesteten Frauen während der Schwangerschaft. Dann ist nämlich eine Übertragung auf das ungeborene Kind möglich. Dieses kann zu Fehlgeburten, Aborten und auch schweren Mißbildungen führen. Weiterhin stehen diese Infektionen im Verdacht für eine Reihe weiterer Erkrankungen des als Fötus infizierten Kindes verantwortlich zu sein. Schäden am Zentralen Nervensystem, am Auge und sogar Schizophrenie werden hier genannt! Früher wurde Schwangeren deshalb generell empfohlen sich von ihren Katzen zu trennen und auch heute noch meinen Menschen die mit Katzen überhaupt nichts zu tun haben, daß Katzen für Schwangere und Neugeborene gefährlich sind. Gottlob setzt sich bei den Menschen die sich mit der Thematik befassen langsam die Einstellung durch, die Sache vernünftig zu betrachten. Mit wenigen Regeln kann man eine Gefährdung zu fast 100% ausschließen. Zunächst einmal muß gesagt werden, daß die Mehrzahl der Toxoplasmose Infektionen bei Menschen nicht durch Katzenkontakt sondern den Verzehr von rohem Fleisch passiert. Nun werden einige denken, daß sie kein rohes Fleisch essen aber sie tun es doch. Denn in erster Linie sind hier Mett und Mettwurst zu nennen ( und leider ist nicht jeder ein Fitneßfreak wie ich, der so etwas nicht ißt :-)) ) Deshalb sollen schwangere Frauen auch unbedingt auf diese Produkte verzichten. Bis zu 75% der Bevölkerung sind Toxoplasmose - positiv und haben sich auf diesem Weg infiziert. Für die Mehrzahl der Birmaliebhaber und Züchter kann eine Infektion über ihre Katzen generell ausgeschlossen werden, denn ihre Tiere kommen niemals nach draußen, fressen keine Mäuse und treten niemals in Kuhfladen. Sie kommen also niemals mit dem Toxoplasma gondii Parasit in Kontakt! Es sei denn sie selber bekommen rohes Fleisch zu fressen! Also ein weiterer Grund auf die Verfütterung von rohem Fleisch zu verzichten. Als letzte Vorsichtsmaßnahmen sollten schwangere Frauen niemals das Katzenklo reinigen, andere Familienmitglieder sollten einspringen, denn der Parasit sitzt fast ausschließlich im Kot der Katze. Allerdings wird er auch erst nach 24 Stunden nach Ausscheiden infektiös, so daß eine weitere Sicherheit dadurch erreicht werden kann das Katzenklo nicht mit Klumpstreu zu füllen, sondern mit normalem billigen Streu, welches man täglich! wechselt und die Toilette dann heiß auswäscht und mit Desinfektionsspray besprüht.

Wer all diese Maßnahmen beachtet, braucht sich keinerlei Sorgen um die Gesundheit des Ungeborenen machen! Und später wird es zusammen mit den geliebten Katzen gleich ein paar kuschelige Spielgefährten zur Seite haben und Liebe und Verantwortung seinen Mitgeschöpfen gegenüber lernen. Die Zeiten in denen die Katzen wegen erwartetem Nachwuchs abgegeben werden, sollten auf jeden Fall der Vergangenheit angehören.

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